Santa Monica – wir sind hier – das Ziel ist erreicht!

Start: Phelan CA

Ziel: Santa Monica CA

Fahrzeit: 5h49

Ankunftszeit: 16h45 Santa Monica CA – End of Route 66

Gemachte KM pro Tag // Total:

-Old Boys: 153 // Xaver: 3’617 & Wolfgang: 2’623

-Young Boys: 153 // 5’184

Nicht ganz so wie dieser super Typ sind wir durch Los Angeles gekurvt:

http://m.youtube.com/?reason=8&rdm=6873#/watch?v=7ZmJtYaUTa0

Heute ist der 14. Oktober – ein Tag zum erinnern, einfach aus verschiedenen Gründen:

1. Felix Baumgartner hat erfolgreich seinen Sprung mit dem Fallschirm aus 36km absolviert

2. Die ausgemusterte Raumfähre “Endeavour” kriecht ins Museum in Los Angeles

3. Die JMZ-Crew erreicht das Ende der Route 66 am Santa Monica Pier

Um 08h30 machte unser CTO die “Befehlsausgabe” für die zweitletzte Etappe. Gestern Abend hat Markus, wie auch Heinz, noch lange die heutige Route studiert und auf Karten eingezeichnet. Wir alle hatten sehr grossen Respekt vom “Verkehrsmonster” Los Angeles. Man stelle sich vor, wir hatten gut 150km vor uns und praktisch alles in der Gross-Stadt L.A. Die ersten 25km sollten wieder auf der I15, der Autobahn, absolviert werden, dh. wieder eine illegale Verschiebung.

Motiviert fuhren wir los und liessen uns sogleich von der Autobahn aufsaugen. Nach nicht einmal einem Km hatte es ein Schild, das auf die Route 66 hinwies, was ich Markus sagte. Wir hielten kurz an, besprachen uns und verliessen die Autobahn wieder. Man stelle sich vor, gestern hat Markus viel Zeit in die Routenwahl investiert und dann nach nicht einmal 5 Min. macht ein Teammitglied diesen Vorschlag und nach kurzem Überlegen wird der Vorschlag angenommen: ganz grosses Kompliment an den CTO, das sind wahre Leaderfähigkeiten.

Es war wie eine Geschenk zum herrlichen Sonntagmorgen: es folgte eine Abfahrt, abseits der Autobahn durch eine wunderbare Landschaft und das ganz ohne Verkehr, ja und Rückenwind hatten wir auch noch. Wir flogen nur so über die Strasse und waren im Nu in San Bernadino, das wir eigentlich links liegen lassen wollten, um Zeit zu sparen. Keiner hat sich über diesen Umweg aufgeregt, im Gegenteil zu sehr waren wir noch auf Wolke sieben von der Abfahrt.

Mit Seitenwind ging es weiter in die Stadt hinein und es hatte A) praktisch keinen Verkehr, B) hatten wir Rückenwind, C) ging es immer irgendwie leicht bergab und D) hatten wir so Zeit zum Plaudern.

Um 12h00 sahen wir zum ersten mal am Horizont die Skyline von Los Angeles und es ging nicht mehr lange bis zum Mittagshalt, der nach 80km geplant war. Mittlerweile war es mehr als 37 Grad heiss und im Camper, nach wiederholtem Kartenstudium, wurde entschieden, dass wir es heute nun voll durchziehen bis an den Santa Monica Pier und nicht wie geplant mit einer weiteren Übernachtung und dem Endspurt am Montag. Zu günstig war die Verkehrssituation und kilometermässig war es gut machbar. Also Telefon ins Hotel, schauen ob wir auch einen Tag früher anreisen können, abgleichen der Karte, Bidon füllen und full attack.

Es wurde eine Triumphfahrt, für jeden auf seine Art, doch alle hatten wir dieses unbeschreibliche Lächeln im Gesicht, das man nur hat, wenn man etwas ganz spezielles geleistet oder erreicht hat.

Wir fuhren durch diese so grosse Stadt und das erwartete und befürchtete “Verkehrsmonster Los Angeles” blieb heute ganz zahm, ja es war eine richtige “Streichelkatze”. Unser Weg führte uns auch an Downtown vorbei und da verfuhren wir uns leicht, doch es war mehr eine zusätzliche Sightseeingtour. Mit dem Befahren des Stadtteils “Beverly Hills” realisierten wir, dass wir kurz vor dem Ziel sind. Noch ein letzter Stopp in einem Restaurant, ein Telefon an Heinz, damit er sich am Pier “einrichten” konnte und los ging es.

Nun ging es sehr schnell. Wir fuhren an meiner alten Heimat vorbei, die ich 1995/96, während einem Auslandjahr bei der Credit Suisse AG, bewohnt hatte. Ich begann die Strassennahmen hinunterzuzählen.

23ste Strasse, 22ste Strasse, die Sonne geht langsam unter, steht vor uns, wir fliegen dem Ziel entgegen. 7th street ich zünde mir eine Zigarre an und fahre rauchend die letzten Kilometer bis zum Pier. Bei jedem Rotlicht schauen, nein! strahlen wir uns an. Und dann liegt er vor uns: der Pazifik und der Santa Monica Pier – ich kann es nicht in Worte fassen, denn es sind nur noch Emotionen.

Wir fahren den Pier hinunter, es hat viel Leute, Touristen, Tagesausflügler, alles unsere Fans? Für mich ist das so, denn wir haben grosses Geleistet. Dann sehen wir den filmenden Heinz und fahren winkend auf ihn zu, zum Ende der Route 66. Wir umarmen uns, werden ruhig und sind einfach unendlich dankbar, dass wir alle gesund und munter angekommen sind. Heinz hat einen Apero für uns vorbereitet und wir stossen mit Champagner an.

Einmal mehr stösst eine Polizist zu uns und wir wollen ein Foto mit ihm machen, was ihn nicht stört und schon gar nicht, als er erfährt was wir gerade zu einem Abschluss gebracht haben und als er die beiden offenen Champagnerflaschen sah, meinte er nur: “totally illegeal, but you deserve it”

Physisch sind wir nach mehr als 5’000km am Ziel angekommen, doch psychisch sind wir es noch nicht und das wird auch noch einige Zeit brauchen, bis wir das so richtig realisieren.

Zahlen der Reise vom Atlantik zum Pazifik:

>Total: 32 Etappen mit nur 5 Ruhetage, dh. Total Reisezeit: 37 Tage

>Durchschnitt von: 162 km pro Fahrtag

>Höhenmeter: 31’698

>Total Zeit im Velosattel: 199 Std und 40 Min

>Durchschnittsgeschwindigkeit von 25.9 KmH

Materialschäden:

Markus:

>Plattfüsse: keine

>Speichenbruch: 1

>eine neue Kette

>dreimal Service an der Nabe vom Hinterrrad

Andreas:

>Plattfüsse: 4

>Speichenbruch: 1

>zwei neue Ketten

Ein sehr grosses Lob an das Material, das einen super Job geleistet hat und sehr grossen Belastungen ausgesetzt gewesen ist.

Das dürfte der letzte Blog gewesen sein, denn ich glaube nicht, dass die Leser noch wissen wollen, wie wir die letzten vier Tage hier in Los Angeles verbringen werden, mit Camper putzten, retournieren, Velo einpacken und einfach nur chillen und shoppen. Ich danke Euch allen für die Zeit, die Ihr mit dem Lesen und kommentieren der Blogs verbracht habt – mir hat es grossen Spass gemacht.

Das Abenteuer “Jede Meile zählt” ist nun aber noch nicht abgeschlossen, denn nun gilt es den Kassensturz zu machen und zu schauen, was wir zusammen eingefahren haben für ROKJ. Wir träumen von CHF 100’000.–, die wir am Schlussfest vom 10.11.12 in Form eines Checks gerne übergeben werden. Jeder Franken wird im Leben eines Kindes oder einem Jugendlichen einen Unterschied machen, so wie jeder Kilometer bei uns einen Unterschied gemacht hat – wir haben also von einander gegenseitig profitiert: DANKE!

Es war eine grosse Herausforderung für uns alle, doch ein unvergessliches Erlebnis, wenn nicht ein “once in a lifetime experience”. Viel haben wir gelernt, viele Sympathien und Unterstützung durften wir im Vorfeld und während der Tour erfahren. Ein ganz grosses Dankeschön geht an unsere Sachsponsoren, an unsere sehr vielen Spender und ganz besonders an unsere Lieben, die auf uns verzichteten und uns so stark motivierten und unterstützten beim Realisieren eines Traumes (mit Betonung auf einem Traum, denn wir haben noch mehrere).

Wir werden am 19.10. um 15h45 mit LX41 in Zürich ankommen.

Fazit:

Wir können das Leben nicht anhalten, doch wir können anhalten um zu leben!

19 Antworten bis “32nd stage – final stage – 152km, 520hm, sponsored by Marcel Balzli”

  1. Sladjana Jelic says:

    Herzliche Gratulation dem ganzen JMZ-Team für diese grossartige Leistung!!!

    Ich habe während den letzten Wochen euer Abenteuer mit grosser Spannung mitverfolgt und mich täglich auf die Blog-News gefreut :-) ! Vielen Dank dass ihr uns auf diesem Weg auf diese Reise mitgenommen habt….es hat schon ein bisschen mein Fernweh geweckt aber hauptsächlich bin ich tief beeindruckt von eurer körperlichen und mentalen Leistung! Ich freue mich mit euch, dass ihr euer Ziel sicher, gesund und unfallfrei erreicht habt und hoffe, dass ihr von dieser einzigartigen Reise mit den unvergesslichen Eindrücken und bereichernden Begegnungen, noch sehr lange zehren werdet.

    Enjoy your days in Santa Monica and have a safe trip home.

    Liebe Grüsse
    Sladjana

  2. Ueli says:

    Herzliche Gratulation zur fantastischen Leistung. Habe euch während den vergangen Wochen im Blog verfolgt und was ihr erlebt habt, kann euch niemand mehr nehmen!! Geniesst nun noch den Rest im warmen Kalifornien, bevor euch die kalte Schweiz wieder empfängt. Have a save trip home and see you soon!

  3. Hallo Jungs!
    Ich möchte Euch von Herzen gratulieren für die Super Leistung.
    Respekt, es war einfach grossartig. Jeden Tag Eure Blog zu lesen war eine Freude .
    Ich Wünsche Euch ein gute Flug und Ich hoffe könnte Euch persönlich gratuliert.
    Bravo,Bravo,Bravo

    Grüss aus Steckborn

    Antonio Otero

  4. Marc says:

    Well done! Congrats and enjoy the beach…

  5. Vasi says:

    YOU GOT IT ! ! !
    From East to West you are the Best

    Herzlichen Glückwunsch zu Eurem RIESENERFOLG!

    Geniesst die Tage in LA!

    Bis bald
    Vasi

    • Eveline says:

      Hallo lieber Xavi, hallo Boys

      Super, super habt Ihr das gemacht.

      Herzlichen Glückswunsch, für dass was Ihr all die Tage geleistet habt.

      Ihr seid Helden!!!!!!!!!!

      Und vielen Dank für die tollen Berichte und die super Fotos.

      Geniesst das Wetter dort, in der Schweiz hat es bis auf 1000m geschneit.

      Ich wünsche Euch einen guten Heim Flug und gut ankommen.

      Liebe Grüsse

      Eveline

  6. Tom McKarns says:

    Gratuliere! On time and under budget – you did it!

    Congratulations to the entire team, riders, drivers, family, etc. Great that you were successful raising so much money for the less fortunate in Switzerland, and you achieved a significant personal goal, and inspired all of us in the process.

    It has been a lot of fun to watch your progress, to see you in Ann Arbor, and to read the daily blog.

    Congratulations and have a good stay in Santa Monica and a safe trip home.

    Tom, Lisa and Will McKarns

  7. Tom McKarns says:

    Hope you get a chance to meet my cousin Larry who lives in Santa Monica – he should be contacting you.

  8. Markus says:

    Old and Young boys

    Euch allen gratuliere ich von ganzem Herzen zu Eurem Sieg über die Route66, als auch über Euch selbst. Bei diesen Leistungen zieh ich den Hut und freu mich mit Euch, dass alles reibungslos und unfallfrei, mit nur wenigen Plattfüssen, erfolgreich zu Ende ging.

    Geniesst Santa Monica bei gutem essen, emotionalen Zigarren und natürlich gutem Wein. Der Sieg ist Euer!

    Best wishes, Markus

  9. Stefan Hossli says:

    Herzliche Gratulation an Euch alle, das habt Ihr super gemacht. Ich habe Eure Tour täglich im Blog mitverfolgt – mit etwas Wehmut und Neid eines Nichtdabeigewesenen!

    Geniesst den Rest Eures Aufenthaltes in LA.

    Alles Gute
    Stefan Hossli

  10. Martin says:

    “Boys”, ganz herzliche Gratulation zu diesem erfolgreichen Höllenritt. Wir verneigen uns und sind beeindruckt… Toll, das alles ohne grobe Zwischenfälle gelaufen ist. Und alles sauber rausgefahren mit ein paar Steaks, Gels und Mac-Burgers :-)
    Schade, dass Kollege Lance bei seinen “Leistungen” nicht nur Kalorien im Tank hatte… Deshalb finden wir, er könnte euch mindestens eines seiner sieben TdF-Preisgelder aufs ROKJ-Konto rüberschieben…! Ihr hättet es mehr als verdient!
    An den spannenden Blog hätte man sich gewöhnen können, aber eben, alles hat ein Ende, auch die Route66.
    Nun wünschen wir euch gute Erholung und eine entspannte Heimreise.
    Alles Gute und bis bald
    Martin & Daniela

  11. Heidi Zubler says:

    Hello old and young Boys,

    herzliche Gratulation zu eurer erfolreich beendeten Fahrt. Und das sogar einen Tag früher ! Fast könnte man meinen, da sei Rückenwind mit im Spiel.
    Ich habe grossen Respekt und Bewunderung für diese grosse Leistung und die gute Organisation.
    Ich wünsche euch noch schöne, erholsame Tage. Wenn euch diese “Monica” nicht den Kopf verdreht, erwarte ich euch gesund und munter am Donnerstag in Zürich zurück.

    Eine herzliche Umarmung
    Heidi

  12. Res says:

    Old Boys, young boys = tough boys.

    Well done!!!!!!!!!

    Gratulation euch Vieren. War spannend eure Reise mit zuverfolgen.

    Geniesst den Pazifik.

    Gruss Res

  13. Dr. Michael Röchner says:

    Ganz grosses Kino! Chapeau! Vielen Dank auch für den täglichen Blog. Man hat die Augen zu gemacht und versucht mitzufahren. Das waren immer schöne Momente in den Gedanken an Euch.
    Freue mich insbesondere, dass nix passiert ist, bei all den Monster-Trucks! Special greetings to Wolfgang: “Zäh wie Leder usw.”" ;-)

  14. denise und ralph says:

    Einfach nur ein RIESIGES Kompliment!!

    Was Ihr erlebt, gefühlt, gerochen und gesehen habt wird ewig in Euch sein! Für die fantastische Möglichkeit der Anteilnahme via Blogg danken wir natürlich auch, denn nur so konnten wir ganz ‘mit und dabei sein’.
    Wiedersehen am Freitag am Flughafen – wir freuen uns Euch bald wieder in die Arme schliessen zu können und Auge in Auge Euren geheimen Abeneuern zuzuhören :-)

    see ya soon….

  15. Daniel Kienast says:

    Wow, congratulations!!!!!
    Bin zutiefst beeindruckt ab eurer Leistung. Mit grosser Freude habe ich eure Blogs gelesen!

    Wünsche euch einen tollen Abschluss und dann eine angenehme Heimreise.

    Grüsse aus der doch schon sehr frostigen Schweiz
    Dani

  16. Ueli Fisch says:

    Geniale Leistung guys! Habe die Blogs immer wieder verfolgt, fleissig getwittert und geliket! Freue mich, dass Ihr alle gesund geblieben sind und erwarte mit Spannung Live-Berichte back in Switzerland!

    Gute Heimreise und Gratulation
    Ueli

  17. Arnold Bär says:

    Hallo Team, Hi Terminator Bidi
    Perfekte Leistung und Gratulation an das ganze Winning-Team – meine Hochachtung für diese herausragende Leistung!!!!!
    Ich freue mich auf ein Wiedersehen.
    Bidi: Dein EFH am sonnigen und weitsichtigen Weinfelder Südhang macht sehr schöne Fortschritte – ein weiterer Meilenstein!
    Geniesst die letzten Meilen und beste Grüsse aus Weinfelden.
    Noldi

  18. Tanja says:

    All the best and congratulations to the old and young boys! You did an unbelievable great job. I deeply bow to the 4 tough men! Have a safe flight home and a warm and welcoming home.

    Best wishes

    Tanja